Mondlauf

 Siehe auch Mondphasenkalender

 Mondauf- und Untergangszeiten siehe Dämmerungszeiten

Sonnenlauf

  Siehe auch Dämmerungszeiten

Julianisches Datum


Der Planetenlauf

Der Planetenlauf und der Sternenhimmel zum Ausdrucken(334KB)



Merkur

setzt seine Morgensichtbarkeit aus dem Dezember fort: Unter guten Bedingungen sollte Merkur noch bis zum 06.01. etwa zwischen 07:00 und 07:30 Uhr tief im Südosten auffindbar sein.


Venus

erreicht am 9. ihre obere Konjunktion mit der Sonne und bleibt somit am Taghimmel. Bis Monatsende bleibt das Venusscheibchen im Fernrohr zu 100% beleuchtet.


Mars

baut seine Sichtbarkeit am Morgenhimmel langsam aus und erreicht Ende Januar 1,2mag Helligkeit. Im Fernrohr nimmt sich sein Durchmesser mit 6 Bogensekunden noch bescheiden aus. Seine Phase dürfte mit 91% auffällig sein. Am 1. tritt Mars um 03:37Uhr über den östlichen Horizont, am 31. um 03:22 Uhr.


Jupiter

baut am Morgenhimmel seine Position weiter aus, um 0,2mag auf -2,0mag an Heiligkeit zunehmend. Der in südlicher Richtung laufende Mars passiert vom 05. bis 09. Januar den Jupiter. Am 7. ist Mars nur ca. 13 Bogenminuten von Jupiter entfernt! Jupiters Durchmesser wächst etwas an bis auf 36 Bogensekunden. Am 1. tritt der Riesenplanet noch um 03:52 Uhr über den östlichen Horizont, am 15. um 03:09 Uhr und am 31. um 02:17 Uhr.


Saturn

kann am Morgenhimmel gesehen werden. Am 20. um 07:37 Uhr (Beginn der bürgerlichen Dämmerung) steht Saturn ca. 6 Grad hoch, am 31. um 07:24 Uhr gut 8,6 Grad. Damit ist Saturn noch Feldstecherobjekt, aber wieder zurück am Himmel! Am 31. ist Saturn ca. 0,6mag hell, sein Durchmesser liegt bei 15 Bogensekunden, die Ringöffnung beträgt ca. 26,5 Grad!.


Uranus

wandert im Sternbild Fische ostwärts mit ca. 5,8mag. Uranus' Untergänge verlagern sich weiter in Richtung Mitternacht. Am 1. passiert Uranus noch um 01:56 Uhr den westlichen Horizont, am 15. um 01:02 Uhr und am 31. schon um 0:00 Uhr. Uranus' Durchmesser liegt bei ca. 3,6 Bogensekunden Karte mit der scheinbaren Bahnbewegung von Uranus 2018 (148KB)


Neptun

bewegt sich ostwärts im Sternbild Wassermann. Am 1. steht der ferne Planet 0,5 Grad südöstlich des Sterns Lambda Aqr (3,7 mag), bis Monatsende ist seine Position ca. 1 Grad östlich dieses Sterns. Neptuns gesamte Bewegung 2018 vollzieht sich zwischen den Sternen Theta Aqr und Lambda Aqr. Neptuns Untergänge verfrühen sich von 21:54 Uhr am 1. auf 21:01 Uhr am 15. bis auf 20:01 Uhr am 31. Am 31., zum Ende der nautischen Dämmerung um 18:26 Uhr, bleibt Neptun mit 8,0 mag noch eine Höhe von über 13 Grad. Karte mit der scheinbaren Bahnbewegung von Neptun 2018 (138KB)

IAU-Definition für den Begriff "Planet" (IAU: Internationale Astronomische Union):
Ein Planet ist ein Körper der ausschließlich um die Sonne und keinen weiteren Körper läuft. Seine Form erreicht annähernd kugelförmige Gestalt. Seine Gravitation ist ausreichend groß, um seine Umgebung zu bereinigen. Er dominiert seine Umgebung also gravitativ.


Zwergplaneten


Ceres

erreicht am 31. des Monats ihre Opposition. Zu Monatsbeginn steht Ceres 3,5 Grad westlich des Sterns Ras al Asad im Sternbild Löwe und bewegt sich in westlicher Richtung. Kulminiert Ceres am 1. noch um 03:11 Uhr, geht sie am 15. schon um 2:09 Uhr durch den Meridian und am 31. um 00:53 Uhr, dem Tag ihrer Opposition. Am 1. ist Ceres noch 7,4mag hell, kann sich bis zum 31. jedoch auf 6,9 mag steigern. Kurz vor Monatsmitte wechselt Ceres ins Sternbild Krebs. Karte mit der scheinbaren Bahnbewegung von Ceres 2018 (137KB)


Pluto

steht mit der Sonne am Taghimmel und bleibt unbeobachtbar.

IAU-Definition für den Begriff "Zwergplanet" (IAU: Internationale Astronomische Union):
Ein Zwergplanet ist ein Körper der wie ein Planet ausschließlich die Sonne und keinen weiteren Körper läuft. Seine Gestalt ist ebenfalls annähernd kugelförmig. Aber seine Gravitation reicht nicht aus, um seine Umgebung zu bereinigen. Er darf außerdem kein Satellit(Mond) eines Planeten sein!


Kleinkörper der Sonnensystems

Iris, "Planetoid" Nr. 7, wandert in östlicher Richtung durch den Widder. Am 4. passiert sie in nur 12 Bogenminuten den Stern 19 Ari (5,7mag) nördlichem Abstand. Ihre Helligkeit reduzieren sich bis Ende des Monats auf 9,2mag. Um 19:45Uhr kulminiert Iris am 1., um 19:08Uhr am 15. und schon um 18:30Uhr am Monatsletztem. Karte mit der scheinbaren Bahnbewegung von Iris 2018 (129KB)
Flora, "Planetoid" Nr. 8, steht am 1. 2 Grad westlich des Sterns Mekbuda im Sternbild Zwillinge und bewegt sich in westlicher Richtung weiter auf den Stern Tejat Posterior zu. Am 1. kulminiert Flora um 0:28 Uhr, am 15. um 23:17 Uhr und am 31. um 22:03 Uhr. Ihre Opposition erreicht sie am 2. des Monats. Am Oppositionstag ist Flora gut 8,2mag hell, bis zum Monatsende fällt ihre Helligkeit bis auf 9,2mag ab. Karte mit der scheinbaren Bahnbewegung von Flora 2018 (129KB)
IAU-Definition für den Begriff "Kleinkörper des Sonnensystems" (IAU: Internationale Astronomische Union):
Kleinkörper des Sonnensystems sind alle weiteren die Sonne umlaufenden Körper, die nicht Planet oder Zwergplanet sind. Der Begriff "Kleinplanet" sollte nicht mehr verwendet werden.


Meteorströme



Die Quadrantiden, auch Bootiden genannt, erreichen ihr Maximum am 3. und tauchen vom 1. bis 10. Januar am Himmel auf mit Geschwindgkeiten um 40km/h. Ihre Häufigkeit schwankt zwischen 80 bis 100/Stunde.

Die Delta-Cancriden treten zwischen dem 1. und 24. Januar in unsere Atmosphäre ein. Am 17. erreichen sie ihr Maximum. Mit 30km/sec ist ihre Geschwindigkeit eher gering.

Der Fixsternhimmel

Der Sternenhimmel des Monats


Der Sternenhimmel im Januar 2018

Der Sternenhimmel des Monats
Objekte für Ferngals und Fernrohr
Sternbildportrait: Die Zwillinge (Gemini, GEM)
Einzelne Sterne in GEM



Der Sternenhimmel

Die Tage zwischen Januar und März lassen nun die Sternbilder mit den hellsten und brillantesten Sternen auftreten: Orion, Fuhrmann, Stier, Großer Hund, Kleiner Hund und Zwillinge. Gegen 24h am 15. Januar bietet sich etwa folgender Himmelsanblick: Wesentliche Teile des Wintersechseckes haben den Meridian bereits passiert. Wega, Hauptstern des Sommerdreiecks, hat ihre tiefste Stellung im Norden gerade hinter sich und strebt ihrem Aufstieg entgegen. Die Frühlingssternbilder haben den Himmel über dem Osthorizont bereits erobert. Die Herbststernbilder um den Pegasus sind tief überm Westhorizont nur mehr teilweise sichtbar: Andromeda mit M 31 und Perseus, sowie Teile des Walfisches sind hier zu nennen. Der geschilderte Himmelsanblick gilt ebenfalls für 22h am 15. Februar oder 20h am 15. März.

Objekte für Fernglas und Fernrohr

Einige Objekte für Fernglas- oder Fernrohrbenutzer: Der Offene Sternhaufen M35 in den Zwillingen sollte evtl. sogar mit bloßem Auge sichtbar sein. Die schöne Sternhaufenkette über M37, M36 und M38 beim Fuhrmannfünfeck sollte keinem Fernglas vorenthalten bleiben! Ein nicht ganz so bekanntes Objekt ist Reflexionsnebel M 78 nahe des linken Gürtelstern des Orion oder der Kugelsternhaufen M 79 im Hasen unterhalb des Orion. Zum guten Schluss sei noch der Orionnebel M42 genannt. An dieser Stelle am Himmel blicken wir auf die uns am nächsten gelegene "Sternfabik" des Universums. Energiereiche Strahlung einiger junger Sterne regen das sie umgebende Gas zum Leuchten an. Davon sehen wir am Himmel ein schwaches Nebelfleckchen mit freiem Auge. Doch schon im Fernglas werden Form und Struktur sichtbar!

Tabelle mit einigen DeepSkyObjekten:
NrObjektbezeichnung
-NGC oder "M"
ConstObjektHelligkeit
mag
Oberflächenhelligkeit
in mag
Größe in Bogenminuten
1 M 35 GEM OSth 5 12 30
2 2158* GEM PlaN 8,6 12,4 5
3 IC 443 GEM SNR ? ? 50 x 40
4 2392 GEM OSth 9 8 0,8
5 2266 GEM OSth 9,5 11 6
6 2389 GEM Glx 12,9 13,8 1,8
7 Abell 21** GEM PlaN10,316 10


* = Cr 81
**= "Medusa-Nebel" oder PK 205+14.1, bzw. Sh2-274, liegt unmittelbar neben NGC 2389!


Sternbildportrait: Die Zwillinge(Gemini, Gem)

Zu oben geschilderten Zeitpunkten steht das schöne Sternbild Zwillinge besonders günstig. Hier ein kleines Portrait:

Die Sterne Castor (a Gem) und Pollux (b Gem) vertreten zwei Sagengestalten der griechischen Mythologie. Gleichzeitig sind sie auch Namensgeber für das Sternbild selbst, das zwei Sternenketten ähnlich an die Figuren der zwei nebeneinander liegende Gestalten erinnern soll. Zurückgehend auf die Legende um Zeus, der als Schwan verwandelt die Leda verführte, zeigt das Sternbild den Halbgott Pollux und den Sterblichen Castor. Pollux oder Polledeuces stammt aus Zeus Verbindung mit Leda, Castor aus Ledas Verbindung mit ihrem Ehemann Tyndareos. Die beiden unzertrennlichen Brüder standen für ein "heldenhaftes" Leben, der eine als "Rossebändiger", der andere als Faustkämpfer. Ihr riskanter Lebenswandel begründete schließlich auch das Ende ihres irdischen Lebens. Gemeinsam raubten sie die Bräute des Idas von Leukippos und dessen Bruder, Phoebe und deren Schwester. Die räuberischen Brüder wurden daraufhin in einen Kampf verwickelt, an dessen Ende der Tod des Castor stand. Pollux erbat von Zeus, doch im Tode nicht vom Bruder getrennt zu werden. So befreite Zeus den sterblichen Bruder wenigstens zum Teil und versetzte beide als Symbol für Geschwisterliebe an den Himmel.

Bei Ovid heißt Castor auch Eques, was die Nähe zu einer Reiterfigur Reiter betont (Zum Vergleich Sternbild Equuleus, das Füllen). Der Name Pollux entstammt dem früheren Polluces, bei Ovid wird er dann zu Pugil. Beide Sterne wurden schon von den Babyloniern als Zwillinge gesehen, ebenfalls bei den Arabern, die die griechischen Sternbilder teilweise adoptierten. Die Perser nannten die beiden Sterne Du Kaikar ("Die Zwei Figuren"). Die Ägypter bezeichneten sie als Horus der Ältere und Horus der Jüngere. Bei den Chinesen hießen beide Sterne zeitweilig Yin und Yang, angelehnt an die zwei Prinzipien des Seins. Bei Indianerstämmen Amerikas sah man in der Sternanordnung unterhalb von Pollux und Castor die Löcher zweier nebeneinander liegender Flöten.



Die Karte wurde erstellt mit GUIDE 9.0



Einzelne Sterne in GEM:

Alpha ist etwa 52 Lichtjahre entfernt und leuchtet bläulich mit 1,6 mag. Neben Castor und Eques waren zahlreiche andere Namen in Umlauf. Die Babylonier nannten ihn Mash-mashu-Mahru, der westliche beider Zwillinge. Die Assyrer nannten Alpha und Beta Mas-mas oder Tuamu, die Zwillinge.

Beta, 1,1 mag bei gelblicher Farbe in 33,5 Lichtjahre leuchtend, wurde bei den Babyloniern Mash-mashu-arku, der östliche der Zwillinge.

Gamma, in 105 Lichtjahren bläulich leuchtend, hat eine Helligkeit von 1,9 mag. Riccioli nannte ihn Elhensaat, die Araber Al Hanah.

Delta, Wasat genannt, leuchtet mit 3,5 mag in 59 Lichtjahren Entfernung. Er erscheint weißlich. Bei den Arabern Al Wasat oder Wesat genannt. Die Chinesen nannten ihn Ta Tsun, das Weinfass.

Doppelsterne mit schönen Farbkontrasten:
SternAbstand in BogensekundenHelligkeit Farbe
Alpha AB 4,0 1,9 und 2,9mag AB: blau/weiß
Alpha AC 72,5 1,9 und 8,8mag C: lila
Delta 5,8 3,5 und 8,2 mag gelb und rötlich
Eta 1,4 3,3 und 8,8 mag orange und gelb
Lambda 9,6 3,6 und 10,7 mag bläulich/weiß


Ein interessanter Veränderlicher ist W GEM. Er steht etwa 1,5 Grad südlich von Gamma Geminorum. Seine Periode beträgt 7,91 Tage und er schwankt zwischen 6,5 und 7,3 mag; erfordert also keine große Fernrohrleistung!

Quellen:
Himmelsjahr 2018, Kosmos-Verlag
Sternbilder und ihre Mythen, Springer-Verlag
Starnames -Their Lore and Meaning, Dover Publ. Inc.
Atlas für Himmelsbeobachter, Kosmos-Verlag
The Night-Sky Observers Guide, Willmann-Bell Inc.
Sterne erzählen, Walter-Verlag


Viel Spaß beim Beobachten!

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