Mondlauf

 Siehe auch Mondphasenkalender

 Mondauf- und Untergangszeiten siehe Dämmerungszeiten

Sonnenlauf

  Siehe auch Dämmerungszeiten

Julianisches Datum


Der Planetenlauf und der Sternenhimmel zum Ausdrucken(420KB)

Der Planetenlauf


Merkur

bleibt unbeobachtbar am Taghimmel.


Venus

beherrscht den Abendhimmel und vermindert weiter ihre Phase von 40% am 1. bis auf 18% am 28. Ihren Winkeldurchmesser vergrößert sie bis auf 47 Bogensekunden. Am 1. passiert Venus um 21:32 Uhr den Horizont, am 28. um 21:19 Uhr. Am 17. scheint der innere Planet im größten Glanz mit ca. -4,9 mag! In den ersten Februartagen erreicht die Venus auch ihren höchsten Stand über dem Horizont. Zum Zeitpunkt der Sonnenunterganges am 01. Feb. um 17:05 Uhr steht Venus 35 Grad hoch.


Mars

ist mit weiter abnehmender Helligkeit ( 1,3mag am 28.) am abendlichen Himmel sichtbar. Bei Dämmerungsende (18:25Uhr) am 1. steht Mars noch 27 Grad, am 28. (19:10Uhr) noch 25 Grad hoch. Mars tritt am 1. um 21:53 Uhr unter den westlichen Horizont, am 28. um 21:59Uhr. Sein Winkeldurchmesser unterschreitet die 5-Bogensekundengrenze.


Jupiter

kehrt seine Bewegungen im Sternbild Jungfrau um, nun westwärts wandernd. Er tritt in seine Oppositionsperiode ein und geht immer früher über den Horizont: Am 1. um 23:32Uhr, am 15. um 22:36Uhr und am 28. um 21:41Uhr. Sein Winkeldurchmesser am Äquator legt zu bis auf 42 Bogensekunden. Auch seine Helligkeit wächst bis Monatsende an auf -2,3mag.


Saturn

durchwandert in östlicher Richtung den Schlangenträger mit 0,5 mag Helligkeit. Am 1. geht er noch um 05:02Uhr auf, am 15. um 04:12Uhr und am 28. 03:25Uhr. Sein Äquatordurchmesser beträgt Ende des Monats knapp über 16 Bogensekunden, die Ringöffnung etwa 26,5 Grad. Am 24. tritt Saturn ins Sternbild Schütze.


Uranus

wandert östlich des Sterns Zeta Psc durch die Fische. Am 1. kulminiert der ferne Planet um 16:51Uhr und geht um 23:35Uhr unter. Am 15. kulminiert Uranus um 15:57Uhr und geht um 22:42uhr unter. Am Ende der astr. Dämmerung am 28.02. um 19:50Uhr steht Uranus noch 18,3 Grad hoch. Das Ende seiner Sichtbarkeitsperiode ist damit eingeläutet. Karte mit dem Bahnverlauf von Uranus in 2017 (148KB)


Neptun

steht mit der Sonne am Taghimmel und bleibt unbeobachtbar. Karte mit dem Bahnverlauf von Neptun in 2017 (138KB)

IAU-Definition für den Begriff "Planet" (IAU: Internationale Astronomische Union):
Ein Planet ist ein Körper der ausschließlich um die Sonne und keinen weiteren Körper läuft. Seine Form erreicht annähernd kugelförmige Gestalt. Seine Gravitation ist ausreichend groß, um seine Umgebung zu bereinigen. Er dominiert seine Umgebung also gravitativ.


Zwergplaneten


Ceres

wird sich erst ab Oktober wieder am Himmel bemerkbar machen.


Pluto

hat sich aus den tieferen Horizontschichten bis zum Beginn der Morgendämmerung noch nicht befreit.

IAU-Definition für den Begriff "Zwergplanet" (IAU: Internationale Astronomische Union):
Ein Zwergplanet ist ein Körper der wie ein Planet ausschließlich die Sonne und keinen weiteren Körper läuft. Seine Gestalt ist ebenfalls annähernd kugelförmig. Aber seine Gravitation reicht nicht aus, um seine Umgebung zu bereinigen. Er darf außerdem kein Satellit(Mond) eines Planeten sein!


Kleinkörper der Sonnensystems

Vesta, "Planetoid" Nr. 4, beendet Ihre Oppositionsperiode in den Zwillingen und bremst ihre Bewegungen bis Ende des Monats südwestlich von Pollux (1,2mag) ab. Am 4. passiert sie den Stern Kappa Gem (3,6mag) in nur 30 Bogenminutem nördlichem Abstand. Vesta kulminiert am 1. um 23:18Uhr, am 15. um 22:12Uhr und am 28. schon um 21:15Uhr. Vestas Helligkeit reduziert sich drastisch bis 7,1mag am 28. Karte mit der Bahnbewegung Vestas während ihrer Sichtbarkeit 2017 (129KB)
IAU-Definition für den Begriff "Kleinkörper des Sonnensystems" (IAU: Internationale Astronomische Union):
Kleinkörper des Sonnensystems sind alle weiteren die Sonne umlaufenden Körper, die nicht Planet oder Zwergplanet sind. Der Begriff "Kleinplanet" sollte nicht mehr verwendet werden.


Meteorströme



Die Delta-Leoniden erreichen am 25. mit knapp 23km/sec ihr Maximum. Am 15. Februar tauchen sie auf, bis zum 10. März erstreckt sich ihr Vorkommen.

Die Virginiden sind im März aktiv, zeigen sich aber schon ab Ende Februar am Himmel.

Der Fixsternhimmel

Der Sternenhimmel des Monats


Der Sternenhimmel im Februar 2017

Der Sternenhimmel des Monatsr
Objekte für Ferngals und Fernrohr
Sternbildportrait: Die Wasserschlange (Hydra, HYA)
Einzelne Sterne in der Hydra




Der Sternenhimmel

Um den 15. Februar gegen 24 Uhr hat das Wintersechseck den Raum über dem Westhorizont eingenommen! Das Sternbild des Löwen steht vor seiner Kulmination. Unter ihm ist der Kopf der Wasserschlange zu sehen, dicht östlich davon Alphard, Hauptstern der Wasserschlange. Die Wasserschlange ist das Größte der 88 Sternbilder. Und das Längste dazu! In Rektaszension überspannt es eine Länge von 08h 11m bis 15h 04m! Also vom Einhorn bis zur Waage. Fast ein Drittel des gesamten Himmelsumfangs knapp unterhalb des Äquators.

Löwe und Wasserschlange füllen den Himmel zwischen Osthorizont und Meridian. Die Sternbilderkette aus Löwe, Haar der Berenike, Jagdhunde und Großer Bär eröffnet nun die Galaxienzeit. Dafür ist auch die Jungfrau schon hoch genug aufgestiegen. Wir können unsere 40x150 Fujinon-Feldstecher, die bislang im Keller rumgelegen haben, nun endlich rausholen und in den Himmel halten.

Unterhalb der Wasserschlange sollten bei klarstem Wetter und gutem Beobachtungsstandort (hoch) (teilweise) die südlichen Sternbilder Antlia (Luftpumpe), Pyxis (Kompass) und Puppis (Hinterdeck des Schiffes Argo) zu sehen sein.

Den Frühling kündigen die großartigen Figuren des Bootes und Hercules über dem Osthorizont an. Wega ist in Nord-Nord-Ost eben aufgegangen.

Im Norden hat die Milchstraße im Cepheus ihre tiefste Stellung erreicht und strebt wieder höheren Stellungen zu: Bald wird der Schwan mit Adler und Leier wieder den kommenden Sommer verheißen und damit auch die helleren Teile unserer Heimatgalaxie. Die jetzige Nähe zur Wintermilchstraße offeriert uns einige Deep-Sky-Objekte:



Objekte für Fernglas und Fernrohr

Das Sternbildportrait des Monats wird die Hydra zum Ziel haben.

Der Sternhaufen M 48 mit dabei. Als prominentestes Objekt gilt sicher die Galaxie M 83. Durch ihre südliche Stellung ist sie eine Herausforderung! Weitere Objekte zeigt die unten stehende Tabelle.

Tabelle mit einigen Deep-Sky-Objekten:

NrObjektbezeichnung
-NGC oder "M"
ConstObjektHelligkeit
mag
Oberflächenhelligkeit
in mag
Größe in Bogenminuten
1 M 48 HYA OSt 6 13 40
2 3242 HYA PlaN 8 6 0,6
3 3115 SEX Gx 9,5 11 5
4 M 68 HYA KgStH 8 13 8
5 M 83 HYA Gx 8 12 8
6 M 104 VIR Gx 8,5 12 8


Doppelsterne mit schönen Farbkontrasten:
SternAbstand in BogensekundenHelligkeit Farbe
Struwe 1270 4,7 6,4 und 7,4 mag weißlich/blau
Epsilon HYA 2,8 3,8 und 6,8 mag weißlich/blau
15 HYA 0,09/45,7/51,9 5,6/8,6/9,6/10,7 mag gelb/blau/weiß/weiß
Struwe 13577,5 10,4 und 6,9 mag oranges Paar


Ein interessanter Veränderlicher ist S HYA. Er steht am unteren östlichen Rand des schön geformten Kopfes der Hydra. Seine Periode beträgt 256 Tage und er schwankt zwischen 7,4 und 13,3 mag; ist also für mittlere Fernrohre und größere Ferngläser geeignet!



Sternbildportrait: Hydra, die Wasserschlange

Die Wasserschlange taucht in zwei Sagen auf: Die bekanntere Variante führt den Helden Herakles als Bezwinger der Hydra auf, die er in seinen Aufgaben besiegen musste. Die Hydra, eine Figur halb Mensch halb Tier, war verschwistert mit dem Drachen Ladon, der die Goldenen Apfel der Hespiriden bewachte und auch als Sternbild existiert. Die Hydra ist die sprichwörtliche Schlange mit vielen (9) Köpfen. Einer soll sogar unsterblich gewesen sein.

Ähnlich der Sage um das Meeresungeheuer Cetus (Kaitos) verwüstete die Wasserschlange ebenfalls ganze Siedlungen und Landstriche. Sie hauste in einem Sumpf und unternahm von dort aus ihre Zerstörungszüge. Kompliziert wurde die ganze Sache dadurch, dass ihr Atem und sogar der Geruch ihrer Spuren so giftig waren, dass jeder der damit in Kontakt kam, auf der Stelle starb.

Herakles lockte die Hydra mit Feuerpfeilen aus ihrem Versteck und versuchte, ihre Köpfe abzuschlagen. Leider wuchsen sofort jeweils zwei neue Köpfe nach (heute noch sprichwörtlich). Mit Hilfe seines Wagenlenkers gelang es Herakles jedoch, die Stellen der abgeschlagenen Köpfe nacheinander auszubrennen. Ebenfalls den unsterblichen Kopf schlug er ab und vergrub ihn unter einem mächtigen Felsen. In den Kampf mit der Wasserschlange mischte sich auch ein Krebs ein, der aus dem Sumpf hervorkroch und Herakles ins Bein biss. Er wurde von dem Verletzten zertreten und landete ebenfalls am Sternenhimmel. Dort steht er zwischen den Zwillingen und dem Löwen.

Andere Quellen berichten von einer Verwicklung in die Geschichte über den Raben und dem Becher, die sich ja am Himmel auf dem Rücken der Hydra befinden.

Angeblich schickte der Gott Apollon einen Raben los, um ih Wasser holen zu lassen. Der Rabe tat dies auch, pausierte aber unterwegs ausgiebig, um sich erstmal an einem Feigenbaum satt zu essen. Apollo bemerkte nicht nur die verspätete Ankunft des Vogels, sondern durchschaute auch dessen Lüge: Demnach sollte ihm eine Wasserschlange den Weg zur Quelle versperrt haben. Prompt schickte Apollo den Raben an den Himmel, aber so zwischen einer Biegung der Hydra, dass der Rabe "Corvus" nicht mehr aus der Wasserschale, dem Becher " Crater" trinken konnte.



Die Karte wurde erstellt mit GUIDE 9.0

Der dargestellte Himmelsanblick auf der Karte gilt für den 15.02. 03h, 28.02 02h, 15.03. 01h, 31.03. 24h, 15.4. 23h, usw. Die Zeiten sind ca.-Angaben.



Einzelne Sterne in der HYDRA:

Alpha leuchtet gelblich mit 2,0 mag und gelblicher Farbe in 180 Lichtjahren Entfernung. Sein Name, Alphard, bedeutet so viel wie Al Fard al Shuja, "Der allein stehende Stern in der Schlange." Bei den Chinesen war er "Tsing Kew", der "Grüne Hügel." Auch "Suhail", der "Nördliche", war in Gebrauch.

Beta leuchtet bläulich mit 4,3 mag Helligkeit in und ist 360 Lichtjahre entfernt. Bei den Chinesen war er "Tsing Kew", der grüne Hügel", den er mit dem Stern Xi zusammen bildete.

Gamma ist gelblich, 3 mag hell und ist 132 Lichtjahre entfernt

Delta leuchtet bläulich mit 4,1 mag bei 175 Lichtjahren Abstand.

Quellen:

Himmelsjahr 2017, Kosmos-Verlag
Sternbilder und ihre Mythen, Springer-Verlag
Starnames - Their Lore and Meaning, Dover Publ. Inc.
Atlas für Himmelsbeobachter, Kosmos-Verlag
The Night-Sky Observers Guide, Willmann-Bell Inc.
Sterne erzählen, Walter-Verlag


Viel Spaß beim Beobachten!

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