Mondlauf

 Siehe auch Mondphasenkalender

 Mondauf- und Untergangszeiten siehe Dämmerungszeiten

Sonnenlauf

  Siehe auch Dämmerungszeiten

Julianisches Datum


Der Sternenhimmel des Monats zum Ausdrucken (414KB)

Der Planetenlauf


Merkur

bietet uns endlich wieder eine Sichtbarkeit; dieses Mal am morgendlichen Himmel! Am 8. kann man gegen 04:45Uhr MEZ eine Sichtung versuchen, bis 05:05 Uhr dauert das Zeitfenster an. Den besten Tag bietet der 12., wenn Merkur etwa ab 04:25Uhr aus dem Horizontdunst auftaucht und ab 05:0Uhr in der Dmmerung verblasst. Bis zum 24. des Monats hat sich sein Auftauchen aus dem horizontnahen Dunst bis auf 05:30Uhr versptet. Merkur verblasst dann schon wieder ab 05:45Uhr in der heller werdenden Dmmerung!.


Venus

verlagert mit -3,9mag Helligkeit ihre Aufgnge am Morgenhimmel. ber den Horizont geht Venus am 1. um 02:35Uhr, am 15. um 03:15Uhr und am 30. um 03:58Uhr. Venus' Phase wchst von 83% am 1. auf 91% am 30. des Monats. Am 20. passiert sie den Stern Regulus in 2 Grad stlichem Abstand. Im Fernrohr sieht die Venus bereits fast wie eine "Vollvenus" aus, was ihre Nhe zur Oberen Konjunktion andeutet.


Mars

hat sich im Lwen bis zum 30. soweit aus der Helligkeit gelst, dass er freisichtig erkennbar ist. Mit 1,8mag steht er am Beginn der nautischen Dmmerung um 05:09 Uhr MEZ etwa 8 Grad hoch. Sein Winkeldurchmesser liegt noch bei unter 4 Bogensekunden.


Jupiter

wandert in stlicher Richtung durch das Sternbild Jungfrau. Am 5. passiert er 3 Grad nrdlich der Stern Spica (1,1mag). Sein Untergang erfolgt am 1. Jupiter um 20:26Uhr, am 15. bereits um 19:36Uhr. Die Sonne folgt am 15. um 18:33Uhr. Am 25. steht Jupiter beim Untergang der Sonne noch knapp 6 Grad berm Horizont. Damit endet nach dem 20. August Jupiters Sichtbarkeitsperiode. Seine Helligkeit misst am Schluss noch -1,7mag, sein Winkeldurchmesser noch 31 Bogensekunden.


Saturn

gewhrt die sich verfrhende abendliche Dunkelheit noch etwas Frist beim Abschied von der Himmelsbhne. Am 1. geht Saturn um 21:12Uhr unter, am 15. um 20:20Uhr und am 31. um 19:23Uhr. Bei Sonnenuntergang am 31. steht Saturn gerade noch 13 Grad hoch. Wartet man das Ende der brgerlichen Dmmerung (17:30Uhr) ab, bleiben davon ca. 11 Grad Hhe fr Saturn brig.


Uranus

verlegt seine Kulminationen in die Zeiten nahe Mitternacht. Am 1. kulminiert er noch um 03:24Uhr, am 15. um 02:28Uhr und am 30. um 01:27Uhr. Karte mit der Sichtbarkeit von Uranus 2017 (299KB)


Neptun

erreicht am 05. seine diesjhrige Oppositionsperiode. Am 1. geht Neptun um 0:38Uhr durch den Meridian, am Oppositionstag um 0:21Uhr, am 15. um 23:41Uhr und am 30. um 22:41Uhr. Am Stern Lambda Aqr (3,7mag) kann man die kleinen Bewegungen von Neptun verfolgen. Karte mit der Sichtbarkeit von Neptun 2017 (293KB)

IAU-Definition fr den Begriff "Planet" (IAU: Internationale Astronomische Union):
Ein Planet ist ein Krper der ausschlielich um die Sonne und keinen weiteren Krper luft. Seine Form erreicht annhernd kugelfrmige Gestalt. Seine Gravitation ist ausreichend gro, um seine Umgebung zu bereinigen. Er dominiert seine Umgebung also gravitativ.


Zwergplaneten


Ceres

beginnt erst im Oktober wieder eine Sichtbarkeit. Karte mit der Sichtbarkeit von Ceres 2017 (137KB)


Pluto

hat bei Ende der astr. Dmmerung um 20:30Uhr noch 16,3Grad Hhe, bis zum 30. hat sich diese Hhe um 19:52Uhr (Ende der astr. Dmmerung) auf 15,6Grad reduziert. Pluto bewegt sich momentan ca. 50 Bogenminuten sdstlich des Sterns Pi Sgr (Albaldah, 2,9mag). Karte mit der Sichtbarkeit von Pluto 2017 (1047KB)

IAU-Definition fr den Begriff "Zwergplanet" (IAU: Internationale Astronomische Union):
Ein Zwergplanet ist ein Krper der wie ein Planet ausschlielich die Sonne und keinen weiteren Krper luft. Seine Gestalt ist ebenfalls annhernd kugelfrmig. Aber seine Gravitation reicht nicht aus, um seine Umgebung zu bereinigen. Er darf auerdem kein Satellit(Mond) eines Planeten sein!


Kleinkrper der Sonnensystems

Pallas, "Planetoid" Nr. 2, wandert in sdliche Richtungen strebend durch das Sternbild Eridanus. Am 8. passiert sie dabei den Stern Zibal (4,8mag) in nur 11 Bogenminuten stlichem Abstand. Am 30. steht Pallas ca. 7 Grad sdlich von Zibal. Pallas' Helligkeit steigert sich bis Monatsende auf 8,4mag, ihre Meridiandurchgnge verlagern sich von 04:52Uhr am 1. auf 04:03 am 15. um 03:05 am 30. des Monats. Karte mit der Sichtbarkeit von Pallas 2017 (347KB)
Iris, "Planetoid" Nr. 7, wandert weiter nach Nordosten durch den Widder und leitet Ende des Monats ihre Oppositionsperiode ein. Zu Monatsende steht Iris fast genau 3,5 Grad stlich des Sterns Hamal (2mag). Seine Helligkeit steigert der Planetoid bis zum 30. auf 7,7mag. Den Meridiandurchgang verlegt Iris im Vorfeld ihrer Opposition in die Zeiten nahe Mitternacht: Am 1. kulminiert sie um 03:54Uhr, am 15. um 03:07uhr und am 30. schon um 02:08Uhr. Karte mit der Sichtbarkeit von Iris 2017 (295KB)
IAU-Definition fr den Begriff "Kleinkrper des Sonnensystems" (IAU: Internationale Astronomische Union):
Kleinkrper des Sonnensystems sind alle weiteren die Sonne umlaufenden Krper, die nicht Planet oder Zwergplanet sind. Der Begriff "Kleinplanet" sollte nicht mehr verwendet werden.


Meteorströme



Die Alpha-Aurigden erreiche in Maximum am 1. des Monats mt hohen Gechwindigkeiten um 65km/h. Die Hufigkeit ist sehr unterchiedlich.

Die Epsilon-Perseiden erreichen mit knapp 10/h ihr Maximum am 08. September. Die tatschlichen Zahlen fr die stndliche zenitale Rate kann aber 2017 auch berraschungen bringen!

Die Pisciden erfreuen uns im September mit etwa 25 km/sec Eintrittsgeschwindigkeit in die Atmosphre. Die maximale Rate liegt um den 19.9. Zwischen 22h und 4h ist die beste Beobachtungszeit.

Die Sd-Tauriden erstrecken sich von Ende September bis Ende November! Am 10.11. ist das eher schwache Maximum. Bei 30 km/sec sind die Tauriden eher langsam bis mittelschnell.

Die Delta-Aurigiden besuchen uns zwischen Mitte September und Anfang Oktober! Ihr eher unaufflliges Maximum liegt um den 02. Oktober. Mit 60 km/sec zhlen sie zu den schnellen Meteoren, dafr ist aber ihre Dichte eher gering.


Der Fixsternhimmel

Der Sternenhimmel des Monats


Der Sternenhimmel im September 2016

Der Sternenhimmel des Monats
Objekte fr Ferngals und Fernrohr
Sternbildportrait: Der Walfisch (Cetus, CET)
Einzelne Sterne in CET




Der Sternenhimmel

Mitte September, 24 Uhr, Blick zum Sdhorizont. Es ist Herbst geworden. Am Osthorizont ist der Winterhimmel bereits gut zu sehen. Die Zwillinge "liegen" ber dem Horizont. Im Westen sind eben noch die Sterne aus dem oberen Teil des Bootes zu sehen. Das Sommerdreieck ist weiterhin ein gutes Stck ber dem Horizont dank der hohen Deklinationen von Leier und Schwan.Die Milchstrae geht nach wie vor hoch ber uns durch den Zenit. Die Eidechse steht zu der angegebenen Zeit gerade genau im Zenit und macht uns die Beobachtung schwer: NGC 7209 und 7243 laden jetzt zu einer Akrobatiktour de force ein! Ein Denkmal gleich dagegen steht der Pegasus wie einen Sockel gesetzt im Meridian. Sein Quadrat beherrscht diese Wochen den Sdhimmel.

Unter dem Pegasus ziehen sich die Fische dahin, einen Ring sdwestlich unter dem Quadrat, einen unmittelbar stlich davon im Winkel von Andromeda und Pegasus. Der sdlichste Stern 1. Magnitude, Fomalhaut (arab. Fom al Hut. "Maul des Fisches"), der Hauptstern des Sdlichen Fisches (Piscis Austrinus) steht knapp westsdwestlich des Sdpunktes.

In einer groen Lcke zwischen den schwachen Sternen der Fische und dem Horizont finden sich nur wenige hellere Sterne: Dies ist die Region, in der das Sternbild Walfisch oder "Cetus" steht. Am Aufflligsten ist gerade einmal seine stliche ("linke") Seite, die ein fast regelmiges Parallelogramm aus vier Sternen bildet. An diesem schiefen Viereck "hngt" stlich ein groes (und daher recht unbersichtliches) "W". Die Sterne Alpha (Menkar), Beta (Deneb Kaitos) und Omikron (Mira) helfen am ehesten, die W-Linien zusammenzusetzen. Da Omikron vernderlich ist, (zwischen 3,4 und 9 mag) gert das Ganze auch zu einem Spiel auf Verwechslungen hin.

Zwischen Cetus und Orion finden sich am Himmel die schwachen Sterne des Flusses Eridanus. Der Eridanus enthlt kaum Sterne heller als 3.5 mag. Am Himmel gibt es bei schlechter Sicht also eine "Eridanuslcke".

Drehen wir uns jetzt um nach Norden, so sehen wir den Wagen (="Groer Br") in seiner tiefsten Stellung. Von jetzt an strebt er wieder hheren Stellungen zu. Mit dem langsamen Aufsteigen der Wintersternbilder ber die folgenden Monate hin kommt immer mehr die Zone zum Vorschein, die "unterhalb" der Wagendeichsel liegt: Die Galaxienhaufen in Coma Berenices und Virgo, die dann morgens am Winterhimmel und nachts am Fhlingshimmel die Deep-Sky-Beobachter wieder zu schlaflosen Nchten fhren werden. "War da eben das Staubband in NGC 4565 zu sehen?"



Objekte fr Auge Fernrohr

Das Sternbildportrait dieses Monats wird diesmal den Walfisch Cetus zum Ziel haben. Deep-Sky-Objekte sind aber im Cetus relativ dnn gest.

M77ist eine kleine Galaxie, die zum Typ der Seyfert-Galaxien gehrt. Sie steht dicht neben Delta Ceti.

NGC 247: Eine groe Galaxie (18 Bogenminuten) und ca.14 mag Oberflchenhelligkeit.

Im Sternbild Sculptor sdlich des Cetus:

NGC 253: Die Groe Sculptor-Galaxie erscheint mit 25 Bogenminuten lnglich im Fernglas. Staubstrukturen sind im Teleskop zu sehen. Die tiefe Stellung (- 25 Grad) erschwert die Beobachtung etwas.

NGC 288: Ein Kugelsternhaufen einer etwas schwierigeren Kategorie mit ca.13 mag Oberflchenhelligkeit. Einige Einzelsterne sind im Teleskop vielleicht zu erkennen.

Andromeda: NGC 891: Jetzt ist es an der Zeit, die Fernrohre nach 891 auszurichten. Nun steht sie sehr hoch am Himmel und zwischen uns und ihr am wenigsten Atmosphre. Na denn: Glckauf!

NGC 752: Mit dem freien Auge interessant, auf jeden Fall im Fernglas!

M31/M32/M110: Die M31-Gruppe. Na? - steht M32 noch vor dem helleren Hintergrund der Galaxie M31? Ein Versuch ist immer interessant. Fernglser probieren!

Perseus:

M76: der "Kleine Hantelnebel" wird viel zu viel vernachlssigt.

Dreieck M33: Hier ist dunkler Himmel gefordert. Also die Skybeamer ausgeschaltet lassen liebe Discothekenbetreiber! Ein Versuch mit dem freien Auge sollte immer versucht werden. Das Fernglas wird wohl dem Teleskop vorzuziehen sein wegen der Ausdehnung der Galaxie.



Tabelle mit einigen Deep-Sky-Objekten:

NrObjektbezeichnung
-NGC oder "M"
ConstObjektHelligkeit
mag
Oberflchenhelligkeit
in mag
Gre in Bogenminuten
1 4565 COM Gx 10 13 15
2 77 CET Gx 9 11 3
3 247 CET Gx 9 14 10
4 253 SCL Gx 7,5 13 25
5 288 SCL KgSth 8,5 13 10
6 891 AND Gx 10,5 13 10
7 752 AND OfSth 6 14 50
8 76 PER PlaN 10 11 2,5


Doppelsterne mit schnen Farbkontrasten:
SternAbstand in BogensekundenHelligkeit Farbe
25 CET 16 6,2 und 6,6 mag gelblich und violett
66 CET 16,5 5,7 und 7,5 mag topaz und violett


Vernderliche:

Ein interessanter Vernderlicher ist natrlich Omicron CET, bestens bekannt als Mira. Er steht auf etwa halber Strecke zwischen Zeta und delta CET. Seine Periode betrgt 331 Tage, und er schwankt zwischen 2 und 10,1 mag.




Sternbildportrait: Walfisch, (Cetus, CET)




Hier eine bersichtskarte:





Einzelne Sterne in CET:


Alpha leuchtet gelblichorange mit 2.9 mag und 220 Lichtjahren Entfernung. Al Kaff al Jidmah, Monkar, Menkar warn auch Bezeichnungen (Nase und Maul des Ungeheuers).

Beta leuchtet gelblich ist 2,4 mag hell (also heller als Alpha!) und 96 Lichtjahre entfernt. Deneb Kaitos oder Denebcaiton oder arab.: Al Dhanab al Kaitos al Janubiyy fr "Schwanz des Ungeheuers" sidn andere Bezeichnungen. Er wird auch Diphda genannt von: Al Difdi al Thani fr "Zweiter Frosch" oder Randa sekunda "Frosch, Krte". Fomalhaut war dann der "1. Frosch"!

Gamma leuchtet als Doppelstern mit einer blulichen und weilichen Komponente mit 3.5 und 7 mag Helligkeit in 82 Lj Abstand. Sein arab. Name "Al Kaff al Jidmah" galt fr die ganze Kopfgruppe ("Das Parallelogramm")gamma, rho und Teile der Sterne des Eridanus (pi, roh und sigma Erdiani) bildeten Al Suffis "Al Sadr al Kaitos": die Brust des Monsters/Biestes.

Epsilon, Rho und Sigma Ceti bildeten "Tsow Kaon" (Heu und Stroh) bei den Chinesen.

Zeta leuchtet gelblich mit 3,7 mag. "Baten Kaitos" oder ""Al Batn al Kaitos" bedeuteten "Bauch des Wales".

Eta "(3.5 mag und gelblich leuchtend)hie auch "Deneb" oder Deneb Algenubi fr: Schwanzwurzel

Iota (3,6 mag und gelblich leuchtend ): Ein weitere Stern des Namens " Deneb Kaitos" oder auch "Al Shamaliyy": "Nrdlicher Teil des Schwanzes"Man beachte zwei Sterne der Waage: Zuben el Schemali und Zuben el Genubi: Die "nrdliche" und die "sdliche" Schere!

Omikron ist vernderlich mit 3,4-9,2(!) mag und einer Periode p=332d, gelblich leuchtend und der erste systematisch beobachtete Stern. "Mira Stella" taufte ihn Johannes Hevelius 1662. "Collum Ceti", "Hals des Wales". war ein weiterer Name. Johann Fabricius fhrte erste Beobachtungen ber lngere Zeit durch und begndete damit die Erforschung der Vernderlichen.



Quellen:

Himmelsjahr 2016, Kosmos-Verlag Sternbilder und ihre Mythen, Springer-Verlag Starnames -Their Lore and Meaning, Dover Publ. Inc. Atlas fr Himmelsbeobachter, Kosmos-Verlag The Night-Sky Observers Guide, Willmann-Bell Inc. Sterne erzhlen, Walter-Verlag Handbook of the Constellations, Vehrenberg-Verlag

Viel Spa beim Beobachten!

Ihre AVG


Inhalt

Zurück zur AVG-Homepage