Mondlauf

 Siehe auch Mondphasenkalender

 Mondauf- und Untergangszeiten siehe Dämmerungszeiten

Sonnenlauf

  Siehe auch Dämmerungszeiten

Julianisches Datum


Der Sternenhimmel des Monats zum Ausdrucken (525KB)

Der Planetenlauf


Merkur

verbleibt diesen Monat mit der Sonne am Taghimmel.


Venus

reduziert am Morgenhimmel weiter ihren Abstand von der Sonnenposition. Die Venusphase nähert sich folglich ihrer "Vollphase" und mißt bis Monatsende schon 99%. Ihr Winkeldurchmeßer schrumpft weiter bis auf 10 Bogensekunden. Venus' Aufgänge verspäten sich von 05:33Uhr am 1. auf 06:16 Uhr am 15. und 07:02 Uhr am 30. (Sonnenaufgang dann um 07:56Uhr).


Mars

durchwandert das Sternbild Jungfrau und legt etwas zu an Helligkeit bis 1,7mag am 30. Sein Winkeldurchmeßer wächst ein bißchen an auf über 4 Bogensekunden. Über den Horizont tritt Mars am 1. um 04:04 Uhr, und am 31. um 03:51 Uhr. Dämmerungsbeginn ist am 30. um 06:37 Uhr .


Jupiter

wechselt am 15. des Monats ins Sternbild Waage und beginnt seine morgendliche Sichtbarkeit. Beim Beginn der bärgerlichen Dämmerung um 07:00Uhr steht Jupiter 5,5 Grad hoch. Per Fernglas mag man versuchen, Jupiter auch in den Tage vor dem 15. zu sichten. Bis zum 30. hat sich Jupiter Aufgang bis auf 05:24Uhr verfrüht. Jupiters Helligkeit mißt Ende November -1,7mag, sein Winkeldurchmeßer wächst bis auf 31 Bogensekunden an.


Saturn

wechselt am 19. des Monats vom Schlangenträger in den Schützen. Am 1. steht Saturn zum Ende der bürgerlichen Dämmerung um 17:28Uhr gut 10Grad hoch. Am 15. um 17:08Uhr zum Ende der bürgerlichen Dämmerung steht der Ringplanet noch 8 Grad hoch, was Saturn zum Fernglasobjekt macht. Am 30. endet die bürgerliche Dämmerung um 16:54Uhr, und Saturn steht dann noch 4 Grad überm Horizont. Bis Ende des Monats wird sich Saturns Sichtbarkeitsperiode damit erledigt haben.


Uranus

wandert durch das Sternbild Fische und kulminiert am 1. um 23:12Uhr, am 15. um 22:19Uhr und am 30. bereits um 21:14Uhr. Am 30. geht Uranus um 04:05 Uhr unter. Karte mit dem Bahnverlauf von Uranus 2017 (292KB)


Neptun

verweilt am 1. genau südlich des Sterns Lambda Aqr (3,7mag), in 35 Bogenminuten Abstand. Durch den Meridian geht der ferne Planet um 20:28Uhr. Am 15. geht Neptun um 19:37Uhr und am 30. um 18:34. Die astr. Dämmerung endet am 30. um 18:16Uhr. Damit geht Neptun Ende des Monats schon NACH Ende der astr. Dämmerung durch den Meridian und hat sich aus der 2. Nachthälfte bereits zurückgezogen. Karte mit dem Bahnverlauf von Neptun 2017 (292KB)

IAU-Definition für den Begriff "Planet" (IAU: Internationale Astronomische Union):
Ein Planet ist ein Körper der außchließlich um die Sonne und keinen weiteren Körper läuft. Seine Form erreicht annähernd kugelförmige Gestalt. Seine Gravitation ist ausreichend groß, um seine Umgebung zu bereinigen. Er dominiert seine Umgebung also gravitativ.


Zwergplaneten


Ceres

baut ihre Sichtbarkeit am Morgenhimmel weiter aus: Westwärts durch die Zwillinge und ab 23. durch den Löwen wandernd, geht sie am 1. 06:41Uhr durch den Meridian und kulminiert am 30. schon um 05:12Uhr. Damit kulminiert sie bereits VOR Beginn der naut. Dämmerung. Sie legt an Helligkeit deutlich zu und erreicht am 30. 8.0mag. Karte mit dem Bahnverlauf von Ceres 2017 (291KB)


Pluto

hat sich von der abendlichen Himmelsbühne verabschiedet. Karte mit dem Bahnverlauf von Pluto 2017 (1001KB)

IAU-Definition für den Begriff "Zwergplanet" (IAU: Internationale Astronomische Union):
Ein Zwergplanet ist ein Körper der wie ein Planet außchließlich die Sonne und keinen weiteren Körper läuft. Seine Gestalt ist ebenfalls annähernd kugelförmig. Aber seine Gravitation reicht nicht aus, um seine Umgebung zu bereinigen. Er darf außerdem kein Satellit (Mond) eines Planeten sein!


Kleinkörper der Sonnensystems

Iris, "Planetoid" Nr. 7, erreicht am 1. ihre östliche Stellung zum Stern Sheratan im Sternbild Widder, dann in 1,7Grad Abstand stehend. Iris Helligkeit sinkt nach ihrer Opposition nun wieder ab bis 7,7mag am 30. des Monats. Am 1. geht Iris um 23:38 Uhr durch den Meridian, am 15. um 22:34Uhr und am 30. um 21:32 Uhr. Am 14. paßiert sie in nur 0,3 Grad südöstlichem Abstand den Stern Mesarthim (Gamma Ari; 4,5mag), weiter in südwestlicher Richtung wandernd. Unter den westlichen Horizont tritt Iris erst um 05:04Uhr. und am 30 schon um 0:30Uhr. Karte mit dem Bahnverlauf von Iris 2017 (294KB)
Maßalia, "Planetoid" Nr. 20, bewegt sich südöstlich des Stern Propus (4,2mag) in Richtung auf den Stern Zeta Tau zu. Am 1. steht Maßalia knapp 1 Grad südöstlich von Propus. Am 30. steht sie bereits 1,5Grad südwestlich dieses Sterns. Ihre Helligkeiten wachsen im Laufe des Monats auf 8,9mag an, was Maßalia zum Objekt für starke Ferngläser macht. Maßalia kulminiert am 1. um 03:46Uhr, am 15. um 02:50Uhr und am 30. 01:43Uhr. Am 27. tritt Maßalia ins Sternbild Orion. Karte mit dem Bahnverlauf von Maßalia 2017 (272KB)
IAU-Definition für den Begriff "Kleinkörper des Sonnensystems" (IAU: Internationale Astronomische Union):
Kleinkörper des Sonnensystems sind alle weiteren die Sonne umlaufenden Körper, die nicht Planet oder Zwergplanet sind. Der Begriff "Kleinplanet" sollte nicht mehr verwendet werden.


Meteorströme



Die Tauriden eröffnen den Meteorreigen im November. Vom 1.10. bis zum 25.11. zieht sich dieser breite Schwarm hin. Mit 30 km/sec sind die Tauriden eher durchschnittlich. Sie teilen sich in ein nördliches (10.11.) und südliches (5.11.) Maximum. Zwischen 20h und 4h am 10.11. ist die beste Beobachtungszeit.

Der Leoniden-Schwarm ist vom 13.11. bis zum 30.11. beobachtbar. Sein Radiant liegt im 10 Grad nordöstlich von Regulus im Löwen und er ist der ergiebigste Schwarm was helle Objekte betrifft - aber auch der Uneinheitlichste. Die Geschwindigkeit der Leoniden beträgt etwa 70 km/sec. Das Maximum wird vom 17. auf den 18.11.2011 um ca. 3h erwartet. Zu der Zeit ist der Mond im letzten Viertel und dürfte die Beobachtungen etwas stören. Raten um 15/h sind nicht unwahrscheinlich!


Der Fixsternhimmel

Der Sternenhimmel des Monats


Der Sternenhimmel im November 2017

Der Sternenhimmel Sternenhimmel
Objekte für Fernglas und Fernrohr
Sternbildportrait: Eridanus (ERI)
Sterne


Der Sternenhimmel

Gegen Mitte November ist der Himmel winterlich geworden! Um 24 Uhr zeigt der Himmel wieder das Wintersechseck mit dem eben aufgegangenen Sirius. Die östlichen Teile des Pegasus stehen nahe über dem Westhorizont. Die Fische und der Walfisch Ketos sind noch gut zu sehen, was die Herbststernbilder angeht. Perseus steht im Zenit. Der Stier mit den Hyaden und den Plejaden ist bereits vor dem Meridian, gefolgt vom Fuhrmann nahe des Zenits und den Zwillingen, Kleinem und Großem Hund und dem Orion in zentraler Stellung am Himmel.

Der Blick nach Osten offenbart die ersten Anzeichen des Frühlingshimmels: Eben ist die "Sichel" des Löwen über den Horizont getreten. Der Kopf der Waßerschlange Hydra zeigt sich ebenfalls. Der aufstrebende Wagen über dem Osthorizont verheißt die nahende Galaxienzeit Denn wenn die Zone zwischen dem Großen Wagen und dem Löwenschwanz (Denebola) am Himmel sichtbar wird, ist der Blick frei auf die Zentren des Coma-GalaxienHaufens und Virgohaufen. Aber das ist das Thema kommender Monate.

Zwischen dem Walfisch Ketos und Orion finden sich am Himmel die schwachen Sterne des Flußes Eridanus. Der Eridanus enthält kaum Sterne heller als 3.5 mag. Am Himmel gibt es bei schlechter Sicht also eine "Eridanuslücke". Die Sternbildsagen um Eridanus, den Argonauten (Sternbild Argo Navis am Südhimmel) und dem Widder beinhalten eine der komplexesten Sagen der Griechischen Mythologie.

Bei gutem Wetter und dunkler Nacht können wir von der Caßiopeia bis zum Großen Hund die schwache Wintermilchstraße sehen. In dieser Zone befinden sich am Himmel denn auch zahlreiche intereßante DeepSkyObjekte. Einige selten beobachtete aber nicht weniger intereßante sind unten tabellarisch aufgeführt. Daneben sind zwischen den Zwillingen und dem Fuhrmann zahlreiche offene Sternhaufen zu sehen. Für Astrofotografen intereßant ist die Gegend des Sternbildes Monoceros, dem Einhorn. Hier befinden sich viele berühmte schwach leuchtende Gashebel: Der Rosettennebel, der Weihnachtsbaumsternhaufen und der Madonnennebel.



Objekte für Fernglas und Fernrohr

Das Sternbildportrait des Monats wird diesmal den Fluß Eridanus zum Ziel haben.

NGC 1535 ist ein in Amateurkreisen zu Unrecht ignorierter Planetarischer Nebel mit einer großen Obeflächenhelligkeit. Er ist schon ab 2 Zoll beobachtbar und verträgt aufgrund seines kleinen Durchmeßers von 0,3 Bogenminuten hohe Vergrößerungen. Außerdem steht im Eridanus noch NGC 1360, ein recht großer Planetarischer Nebel mit ca. 7 Bogenminuten Durchmeßer. Er ist schon im Fernglas zu sehen Weitere Objekte siehe Tabelle:

Doppelsterne mit schönen Farbkontrasten:
SternAbstand in Bogensekunden HelligkeitFarbe
32 Eri 6,8 4,8 und 6,1 mag gelb/weiß
39 Eri "Keid" 6,4 8 und 5 mag orange/bläulich
40 Eri 83 4,4 und 9,4 mag gelblich/orange und blau


Ein intereßanter Veränderlicher ist RR Eri. Er steht knapp östlich neben 3 Eri. Seine Periode beträgt nur 97 Tage und er schwankt zwischen 7,4 und 8,6mag; ist also bereits für kleine Ferngläser geeignet!


Das Sternbild Eridanus (Eridanus, Eri)

Dem Eridanus liegt eine breite und verwickelte Beziehung verschiedener mythologischer Erzählungen zugrunde. Doch von Anfang an:

Das sechstgrößte und längste Sternbild nannte der griechische Dichter Vergil "König der Flüße", Eratosthenes sah in ihm den Nil, "der Fluß der von Süden nach Norden fließt". Andere Autoren verglichen ihn mit dem norditalienischen Fluß Po. In der Sage des unglücklichen Phaeton, der mit seinem Himmelswagen Feuer fing und schließlich verbrannt zur Erde stürzte, findet sich eine Verbindung zum Eridanus. Die Argonauten fanden den noch schwelenden Körper des Phaeton, als sie den Fluß auf der Suche nach dem Goldenen Vlies hinaufsegelten. Schwaden übel riechenden Rauches stiegen noch von ihm auf, so daß die Vögel erstickten und tot vom Himmel fielen.

Auf der Suche nach dem Goldenen Vlies segelten die Argonauten (Die Häuptlinge einiger wichtiger Stämme und der Führung von Jason) den Eridanus hinauf. Das Goldene Vlies steht wiederum in Verbindung mit dem Fell des Widder, der als Sternbild ja ganz in der Nähe des Eridanus liegt. Die Argonauten holten sich das Goldenen Vlies aus Kolchis am Schwarzen Meer.

Der Fluß beginnt unmittelbar neben dem Stern Rigel, schlängelt sich zum Walfisch, um dann die Richtung nach Osten zu wechseln, und dabei unter unseren Horzont zu tauchen. Der Hauptstern Archernar, ein Stern 1. Größe und liegt bei eine Deklination von -57,4 Grad. Archernar bedeutet im Arabischen etwa "Ende des Flußes".



Die Karte wurde erstellt mit GUIDE 9.0

Der dargestellte Himmelsanblick auf der Karte gilt für den 15.11. 24h, 30.11. 23h, 15.12. 22h, 31.12 21h usw.


EinzelneSterne in Eri:

Alpha (Phact) leuchtet bläulich mit 0,5 mag und in 143 Lichtjahren Entfernung. Er wird auch Al Ahir al Nahr oder Acharnarim (Ende des Flußes) genannt.

Beta (Cursa) leuchtet bläulichweiß mit 2,8 mag Helligkeit und ist 89 Lichtjahre entfernt. Seine arabische Bezeichnung lautet Al Kursiyy al Jauzah, Stuhl des "Großen" (womit Orion gemeint ist). Erliegt unmittelbar neben Beta Ori, Rigel. Das zeigt uns, daß das dem Orion zugrunde liegende Sternbild früher größer gewesen ist. Bei den Chinesen war er Yuh Tsing, der Goldene Brunnen

Gamma (Zaurak) ist 3 mag hell mit gelblicher Färbung. Er ist 220 Lichtjahre entfernt. Sein Name, Zaurak, geht auf das arabische Al Na'ir al Zaurak, der helle Stern des Bootes. Die Chinesen nannten ihn Tien Yuen, der himmlische Park.

Eta (Azha) leuchtet gelblich mit 4,4 mag bei 133 Lichtjahren Abstand. Sein Name ist Azha, nach Al Sufis Beschreibung oder bei den Persern Ashiynae. Kaswini nannte ihn Al Udhiyy, der Hauptstern im "Straußennest".


Quellen:

Himmelsjahr 2017, Kosmos-Verlag
Sternbilder und ihre Mythen, Springer-Verlag
Starnames -Their Lore and Meaning, Dover Publ. Inc.
Atlas für Himmelsbeobachter, Kosmos-Verlag
The Night-Sky Observers Guide, Willmann-Bell Inc.
Sterne erzählen, Walter-Verlag


Viel Spaß beim Beobachten!

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